Berufswahl

Die Berufswahl will gut überlegt sein, obgleich sich jeder natürlich auch später noch für einen anderen Beruf entscheiden kann. Umschulungen bieten dann eine Möglichkeit, sich neu zu orientieren. Die Berufswahl wird in der Regel spätestens im letzten Schuljahr getroffen, bei jungen Leuten, die sich nach Schulende erst einmal einem freiwilligen sozialen Jahr, einem Praktikum, dem Wehr- oder Zivildienst widmen, auch erst in dieser Zeit. Die Ausbildung oder das Studium sollen zum Traumberuf führen, wobei teilweise weitere Qualifikationen erworben werden müssen, um zum Ziel zu kommen.

Nun erweist sich die anfänglich getroffene Berufswahl aber nicht immer als die beste und viele Menschen ergreifen doch einen ganz anderen Beruf, als sie eigentlich erlernt haben. Hier kommen die Umschulungen zum Zuge.  In diesen erlernen die Teilnehmer einen anderen Beruf, sie nehmen an schulischen Ausbildungen und praktischen Arbeiten teil und erlernen so die Grundkenntnisse für den neuen Beruf. Dieser muss nicht einmal im Zusammenhang mit dem ursprünglich erlernten Beruf stehen. Dabei nehmen nicht alle Menschen an einer Umschulung teil, weil sie mit ihrem Beruf nicht zufrieden sind, sondern in den meisten Fällen ist es so, dass sie einfach keinen Job bekommen.

Sind die Stellen für eine berufliche Tätigkeit sehr rar gesät oder nur in Regionen des Landes vorhanden, in die extra umgezogen werden müsste, dies aber nicht gewollt ist, so kommt die Umschulung ebenfalls in Frage. Sie muss entweder selbst getragen werden, wobei durch die Teilnahme der praktischen Ausbildung in einem Unternehmen häufig zumindest ein Gehalt in Höhe des Lehrlingsgehaltes gezahlt wird, oder sie werden durch die Bundesagentur für Arbeit getragen oder wenigstens gefördert. Eine solche Förderung kommt ebenfalls in betracht, wenn die Umschulung aus gesundheitlichen Gründen - zum Beispiel bei einem vorhandenen RSI-Syndrom - erfolgen muss. In einem solchen oder ähnlichen Fall sollte man bei seiner Krankenkasse eine Kur beantragen. Wird diese genehmigt und steht im Entlassungsbericht, das berufsfördernde Leistungen zu prüfen sind, kann man als Reha-Fall bei der zuständigen Rentenversicherung eingestuft werden und hat somit eine reele Chance, eine Umschulung genehmigt zu bekommen.

Keiner sagt, dass eine Berufswahl endgültig sein muss, zum Erlernen eines anderen Berufs ist es nie zu spät. Allerdings sind die Aussichten auf eine Stelle teilweise sehr schlecht bis gänzlich miserabel, wenn jemand schon älter ist. Dann hilft häufig auch die Umschulung nicht mehr.